Baby-Schlafrhythmus: wenn er in turbulenten Zeiten durcheinandergerät

Baby-Schlafrhythmus: wenn er in turbulenten Zeiten durcheinandergerät

Dieser Beitrag wurde von unserer
Kinderernährungs-Expertin Eva Monteneri verfasst.

Eva ist ebenfalls erfahrene Schlafberaterin.

Im Laufe des ersten Lebensjahrs stellen Eltern fest, dass sich der Rhythmus und die Gewohnheiten ihres Kindes so oft ändern, dass es von den Eltern ganz schön viel Flexibilität fordert. Das liegt daran, dass in der Entwicklung eines Kindes im ersten Lebensjahr fast täglich etwas Neues passiert. Vielleicht habt ihr das selbst schon festgestellt: kaum hat das Kind einen verlässlichen Schlafrhythmus entwickelt, drückt und schmerzt das nächste Zähnchen und schon kommt der gewohnte Ablauf durcheinander.

schlafrhythmus baby bild 1

Was sind die «Störfaktoren»?

Wenn wir den Schlafrhythmus anschauen, dann gibt es ganz viele Faktoren, die eure Nächte unruhiger werden lassen. Das können zum Beispiel körperliche Faktoren sein, wenn das Kind am Zahnen ist oder das Bäuchlein vom eben erst begonnenen Brei drückt. Oder vielleicht liegt es an den Entwicklungsschritten, denn auch das erste Aufsitzen, Krabbeln oder Laufen lernen könnte im Schlaf verarbeitet werden. Daneben gibt es grosse äussere Einflüsse auf das Familienleben, die die Nächte ganz sicher unruhiger machen, wie zum Beispiel ein Umzug, ein neues Geschwisterkind oder die Eingewöhnung in die Kita. Es ist nachvollziehbar, dass das Kind in einer solchen Situation die Unsicherheit, Stress oder Angst der Eltern sensibel wahrnimmt.

Anzeichen, dass die Routine durcheinander ist

Sleeping one year old baby girl

Braucht euer Kind am Abend auf einmal viel länger als üblich, um zu entspannen und einzuschlafen? Oder vielleicht meldet es sich viel häufiger in der Nacht und braucht dann mehr Unterstützung zum Weiterschlafen. Oder ihr bemerkt, dass das Kind auf einmal wesentlich mehr Körperkontakt mit Mama und Papa einfordert.

Braucht das Kleine denn ein Schlafroutine?

Gerade in turbulenten Zeiten ist es sehr hilfreich für die Kleinen, wenn man die gewohnte Schlafroutine möglichst beibehält, denn das gibt ihnen Orientierung. Besonders wichtig ist dabei, dass man nicht nur an den Abend und die Nacht denkt, sondern auch an den Tagesablauf. Denn ein gleichbleibender, strukturierter Tagesablauf wirkt sich positiv auf die Nächte aus.

Was hilft, um trotzdem ruhige Nächte zu bekommen?

Leider gibt es hier keine einfache Anleitung, was zu tun ist. Um an das Ziel zu kommen, also eine neue Schlafroutine unter den veränderten Bedingungen zu finden, ist es hilfreich, erst mal auf die Bedürfnisse deines Kindes einzugehen.

Wenn dein Kind nachts und abends viel Körperkontakt einfordert, könnte es hilfreich sein, es ihm tagsüber mehr zu ermöglichen, beispielsweise im Tragetuch oder Trage.

Wenn dein Kind abends beim Einschlafen sehr lange braucht, dann hinterfrage, ob ihr es zum richtigen Zeitpunkt ins Bett bringt. Vielleicht ist der gewohnte Zeitpunkt unter den neuen Voraussetzungen zu früh oder zu spät.

Das wichtigste dabei: ärgere dich nicht, dass dein Kind auf einmal sehr anhänglich ist oder nachts oft ruft, sondern sehe, dass es deinem Kind offenbar gut gelingt zu kommunizieren, was ihm in der jetzigen Situation guttut.

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